Begleitforschung

Hannover Messe 2008
Hannover Messe 2008

Roberta® wurde 2002 vom Fraunhofer IAIS initiiert und bis 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert. Attraktivität und Qualität der Roberta®-Kurse wurden national und europaweit durch eine unabhängige Begleitforschung der Universität Bremen evaluiert. Eine solche Evaluation ist für Forschungsprojekte, die eine nachhaltige Wirkung haben sollen und als Vorbild für andere Projekte dienen können, unerlässlich.
 

Die Untersuchung wurde anhand von zwei Leitfragen durchgeführt:

  • Wie entsteht über Techniknutzung und das Verstehen von Technik Interesse an der aktiven Gestaltung von Technologie?
  • Wie müssen Lernumgebungen gestaltet werden, um eine optimale Anpassung von Kurszielen/-inhalten einerseits und Lernvoraussetzungen/Vorverständnis der Jugendlichen andererseits zu erreichen?

Diese beide Leitfragen wurden sowohl unter Gender-Aspekten als auch unter fachdidaktischen Gesichtspunkten behandelt. Die wesentlichen Ergebnisse der Begleitforschung waren:

  • Roberta weckt das Interesse an Technik, fördert die Lernbereitschaft, stärkt das Selbstvertrauen und vermittelt Freude am Lernen.
  • 94% der Teilnehmerinnen hatten sehr viel Spaß an den Kursen.
  • 88% würden den Kurs Freundinnen und Freunden weiter empfehlen.
  • 74% wünschen sich weiterführende Kurse.
  • Bei gendersensitiven Kursen wurden die prozentualen Ergebnisse zu den drei Fragen nochmals übertroffen (98%, 94%, 85%).

Der wissenschaftliche Abschlussbericht zum Projekt "Roberta - Mädchen erobern Roboter" der Universität Bremen,  Prof. Dr. Heidelinde Schelhowe - Digitale Medien in der Bildung (DiMeB) und Prof. Dr. Horst Schecker - Institut für Didaktik der Naturwissenschaften (IDN), Abt. Physikdidaktik, kann hier eingesehen werden. 

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Roberta trifft Robert. Entsteht ein Robert oder eine Roberta oder spielt das Geschlecht keine Rolle? Was lässt sich beobachten? Sind Burschen auf Grund der bestehenden Rollenklischees in technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereichen wirklich gesellschaftlich bevorzugt? Stimmt es, dass Mädchen auf Grund ihres sozialen Geschlechts benachteiligt sind und sich der männlichen Dominanz unterordnen, wenn sie während des Projekts gemeinsam an Robert/Roberta bauen? Was lässt sich feststellen? Eine Zusammenfassung der Unterrichtsanalyse von Mag.a Maria Berghammer und Doris Pichler finden Sie hier.
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Heike Wiesner zur Handlungsträgerschaft von Robotern: Robotik zur Förderung von Chancengleichheit im schulischen Bildungsbereich 
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2010 wurden die Roberta-Kurse erneut durch eine unabhänige Befragung - der MoMoTech-Studie - evaluiert. Die MoMoTech-Studie umfasst rund 1000 Modellprojekte, die darauf ausgelegt sind Defizite bei der Technikförderung in Kindergärten und an Schulen auszugleichen. Dies geschieht durch die Nachbildung eines Technikunterrichts oder durch ergänzende Lern- und Bildungsangebote. So notwendig solche Versuche auch sind: empirisch können sie wenig ausrichten, solange Technikbildung an den allgemeinbildenden Schulen nicht adäquat vermittelt wird.
 
Auszug der MoMoTech-Ergebnisse zu Roberta:
 
Interpretation: Roberta ist ein Projekt, das eher jüngere Jugendliche und Kinder anspricht. Es bewirkt einen hohen affektuellen Effekt und fördert somit über einen erfolgreichen Umgang mit einer komplexen Technik (Robotik) das technische Selbstbild. Aufgrund des Fehlens negativer Effekte erscheint Roberta als ein Modellprojekt mit hohem Ausstrahlungswert, bedingt durch die hohe Professionalität in der Vorbereitung.
 
Ausblick: Die Übertragung von Roberta hinsichtlich der Projektpraxis und der guten professionellen Vorbereitung auf andere Altersgruppen wäre zu prüfen. Die gesamte Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit: MoMoTech